Bei Performance Max entscheidet nicht mehr in erster Linie die Gebotsstrategie über Erfolg oder Misserfolg einer Kampagne, sondern das Bildmaterial dahinter. Google übernimmt Gebote und Platzierung, aber ohne genügend gute Assets kann der Algorithmus schlicht nicht liefern. Wer hier spart, zahlt am Ende drauf, auch wenn Budget und Zielgruppe stimmen.
KI-Creatives bei Performance Max im Überblick
- Warum wichtig: PMax setzt Anzeigen dynamisch aus dem eigenen Asset-Pool zusammen, fehlt Material, kann das System keine guten Kombinationen bilden
- Technische Vorgabe: Inhalte müssen in den mittleren 80 % des Bildes liegen, alle Formate (Quer-, Quadrat-, Hochformat) sollten vorhanden sein
- Grösster Hebel: Drei bis fünf starke Basisfotos schlagen viele mittelmässige Bilder, ein einfaches Video verbessert die Bewertung zusätzlich
Warum Bildmaterial plötzlich so entscheidend ist
Performance Max schaltet keine einzelne, fest definierte Anzeige. Stattdessen setzt Google aus dem eigenen Asset-Pool laufend neue Kombinationen zusammen: ein Bild hier, ein Titel dort, eine Beschreibung passend zum Platzierungsort, egal ob YouTube, Gmail, Shopping oder Display. Fehlen gute Bilder oder liegen zu wenige davon vor, kann das System diese Kombinationen gar nicht erst bilden. Die Folge ist eine niedrigere Ad-Strength-Bewertung, was sich direkt auf Sichtbarkeit und Kosten auswirkt.
Wie Google das Bildmaterial bewertet
Google verlangt bei den Bild-Assets eine klare technische Vorgabe: Der eigentliche Inhalt muss sich in den mittleren 80 Prozent des Bildes befinden, damit er auf keinem Format abgeschnitten wird. Zusätzlich empfiehlt Google, alle verfügbaren Formate hochzuladen, also Quer-, Quadrat- und Hochformat, damit das System auf jedem Kanal die passende Variante ausspielen kann. Wer nur ein einziges Format liefert, schränkt die eigenen Möglichkeiten unnötig ein.
Der Unterschied zwischen guten und schwachen Ausgangsbildern
KI-generierte Bildvarianten können bestehendes Material sinnvoll ergänzen, sie ersetzen aber keine gute Ausgangsbasis. Schwache Ausgangsbilder ergeben auch bei automatischer Variation nur schwache Ergebnisse. Wer in drei bis fünf wirklich starke Basisfotos investiert, hat damit eine deutlich bessere Grundlage als jemand, der viele mittelmässige Bilder hochlädt.
Tipp: Auch ein einfaches, kurzes Video kann die Ad-Strength-Bewertung spürbar verbessern, selbst wenn es nur aus einer kurzen Diashow bestehender Bilder besteht. Für viele KMU ist das die einfachste Massnahme mit dem grössten Effekt, weil sie kein aufwendiges Videoshooting erfordert.
Was das für dich als Werbetreibende:r bedeutet
Mehr statt weniger Assets liefern
Unvollständige Asset-Gruppen werden im Auktionsverfahren benachteiligt, Google empfiehlt, alle verfügbaren Plätze zu füllen.
Mehrere Asset-Gruppen nutzen
Google empfiehlt mindestens drei pro Kampagne, jeweils thematisch klar abgegrenzt nach Produkt oder Zielgruppe.
Assets regelmässig auffrischen
Alle sechs bis acht Wochen einzelne, schwach bewertete Assets ersetzen hält die Leistung stabil, ein kompletter Neustart ist meist nicht nötig.
KI-Kennzeichnung im Blick behalten
Für KI-generierte oder KI-bearbeitete Werbemittel gelten je nach Zielmarkt Kennzeichnungspflichten, etwa in der EU. Wer auch dorthin Werbung schaltet, sollte die entsprechenden Label-Einstellungen in Google Ads aktivieren.
Häufige Fehler
- Nur ein oder zwei Bilder pro Asset-Gruppe, obwohl Google deutlich mehr verarbeiten kann
- Ausschliesslich ein Bildformat hochgeladen, wodurch Platzierungen wie YouTube oder Gmail schlechter bedient werden
- Kein Video vorhanden, obwohl bereits eine einfache Diashow die Bewertung verbessern würde
- Assets werden über Monate nie aktualisiert, obwohl sich die Leistung einzelner Bilder mit der Zeit abnutzt
Fazit
Bei Performance Max verschiebt sich der eigentliche Steuerungshebel vom Gebot zum Bildmaterial. Wer hier investiert, sauber strukturiert und regelmässig auffrischt, gibt dem Algorithmus tatsächlich das, was er braucht, um gute Ergebnisse zu liefern.
Möchtest du wissen, wie es um die Asset-Qualität deiner eigenen PMax-Kampagne steht? Wir schauen uns deine Asset-Gruppen gemeinsam an und zeigen dir, wo sich mit wenig Aufwand am meisten verbessern lässt.